Zur Geschichte

Kirche St. Georg in Osterwarngau

Die St. Georgs Kirche wird erstmals erwähnt in der Konradin'schen Matrikel im Jahre 1315. Die Pfarrei Osterwarngau hatte damals schon fünf Filialen, die teilweise größer waren als die eigentliche Pfarrei Osterwarngau selbst. So gehörte Föching, Fellach, Darching, Laindern und Roggersdorf zur Pfarrei Osterwarngau.

1596 wurde die gesamte Pfarrgemeinde Osterwarngau vorläufig dem Kloster Weyarn einverleibt und 1639 folgte die vollständige Incorporation ins Kloster Weyarn, das dadurch seine finanziellen Nöte abbauen wollte.

Um das Jahr 1400 wurde vermutlich die Pfarrkirche St. Georg in der heutigen Größe  erbaut. Denn bei Renovierungsarbeiten fanden sich in den Altären Urkunden aus der Zeit um 1400.

Die Kirche hat ein langes, schmales Kirchenschiff mit 17 Meter Länge und 6,5 Meter Breite. Daran schliedßt sich der Chor an mit 7 Meter Länge und 5 Meter Breite. Das Tonnengewölbe stützt sich auf seitlichen Wandpfeilern ab.

Altäre

Hochaltar

Der ursprünglich gotische Bau wurde im 18. Jahrhundert barockisiert und auch die Turmkuppel in ihrer heutigen Form errichtet.

Die Altäre stammen aus dem Jahre 1752 und ersetzten die vorherige gotische Austattung.

Der Hochaltar hat als zentrale Figur den Patron St. Georg im Kampf mit dem Drachen. Gott Vater schaut von oben quasi aus dem Himmelsfenster auf die Pfarrei herunter.
Seitlich vom Patron stehen links der Heilige Sylvester und rechts der Heilige Antonius.

Der linke Seitenaltarist dem Heiligen Leonhard geweiht, den oberen Abschluss macht der Heilige Rochus, unten ist die Grablegung Jesu dargestellt.

Der rechte Seitenaltar ist dem Heiligen Sebastian geweiht, oben steht der Schutzpatron vor Feuersbrunst der Heilige Florian und unten finden wir den Heiland an der Geißelsäule.

In den Jahren 1983 – 1985 wurde die Pfarrkirche grundlegend restauriert.

 

 

Linker Seitenaltar
Rechter Seitenaltar

Heiliges Grab

Heiliges Grab

Das heilige Grab, das seit 2012 nach langer Unterbrechung in der Karwoche wieder aufgebaut wird, stammt aus dem Grödnertal von der Firma J.B.Purger und wurde 1903 von Pfarrer Zwieselsberger angeschafft.

Da scheinbar damals das Geld rar war, einigte man sich auf Kauf in zwei Raten. Und auch das heilige Grab wurde 1903 nicht gleich komplett geliefert, sondern 1904 kamen die restlichen Teile, unter  anderem die Grabwächter.

Bis 1962 wurde das heilige Grab jeweils am Karfreitag in der Frauenkirche aufgebaut und musste am Karsamstag wieder abgebaut werden. Der jetzige Standort des heiligen Grabes in der Pfarrkirche St. Georg hat den Vorteil, dass das heilige Grab  länger stehenbleiben kann. 

 

Albert Engl

Kurzinfo

Vorläuferkirche am selben Ort

Bauzeit: ca. 1400

Patrozinium: St. Georg am 24. April

Baustil: ursprünglich gotisch, ca. 1750 barockisiert

Altäre:

  • Hochaltar, dem Hl. Georg geweiht
  • zwei Seitenaltäre, dem Hl. Leonhard,
  • bzw. dem Hl. Sebastian geweiht